Altersvorsorge · Ratgeber

Altersvorsorge in Deutschland: So schließen Sie Ihre Rentenlücke

Die gesetzliche Rente allein reicht bei vielen nicht, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Wer früh plant, braucht monatlich deutlich weniger, um die Lücke zu schließen. Dieser Ratgeber erklärt das Drei-Schichten-Modell und zeigt, welche Wege es gibt.

Aktualisiert: 21.10.2026

ETF-Sparplan-Rechner (nach Steuern)

Eingezahlt
60.000 €
Endwert vor Steuern
131.166 €
Steuer beim Verkauf
12.875 €
Endwert nach Steuern
118.291 €

Annahmen: 0,2 % TER, Aktien-ETF mit 30 % Teilfreistellung, 1.000 € Sparer-Pauschbetrag, 26,375 % Steuer beim Verkauf, ohne Kirchensteuer und Vorabpauschale. Renditen sind nicht garantiert.

Das Drei-Schichten-Modell

Die Altersvorsorge in Deutschland ruht auf drei Schichten mit unterschiedlicher staatlicher Förderung.

SchichtBeispieleBesonderheit
1. BasisversorgungGesetzliche Rente, Rürup-RenteBeiträge steuerlich absetzbar, nicht vererbbar
2. ZusatzversorgungBetriebliche Altersvorsorge, Riester-RenteZulagen oder Steuer-/Sozialabgabenvorteile
3. Private VorsorgeETF-Sparplan, Aktien, private RentenversicherungFlexibel, keine direkte Förderung

Was ist die Rentenlücke?

Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen Ihrem gewünschten Einkommen im Ruhestand und der zu erwartenden Rente. Das Rentenniveau vor Steuern ist per Haltelinie bis zum 1. Juli 2031 auf 48 % gesichert (Rentenpaket 2025) – es bezieht sich auf eine Standardrente nach 45 Beitragsjahren; individuelle Renten können deutlich darunter liegen.

Ihre persönliche Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung zeigt die bisher erworbenen Ansprüche. Beachten Sie, dass die Rente steuer- und sozialabgabenpflichtig ist und die Inflation die Kaufkraft mindert.

Riester, Rürup und betriebliche Altersvorsorge

Riester-Verträge erhalten Zulagen, sind aber oft teuer und unflexibel. Mit dem Altersvorsorge-Reformgesetz (Bundestag 27. März 2026, Bundesrat 8. Mai 2026) wird Riester abgelöst: Ab dem 1. Januar 2027 dürfen Anbieter neue geförderte Produkte anbieten – darunter auch ein Altersvorsorgedepot ohne Garantie. Bestehende Riester-Verträge sollten Sie vor einem Wechsel genau prüfen.

Die Rürup-Rente eignet sich vor allem für Selbstständige und Gutverdiener, da Beiträge bis zu einem jährlich angepassten Höchstbetrag als Sonderausgaben absetzbar sind.

Bei der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) lohnt es sich besonders, wenn der Arbeitgeber einen Zuschuss zahlt.

ETF-Sparplan als private Vorsorge

Ein breit gestreuter Welt-ETF ist für viele die flexibelste Ergänzung: niedrige Kosten, jederzeit verfügbar, Rate anpassbar. Das Risiko: Kursschwankungen, gerade kurz vor dem Ruhestand.

  • Früh beginnen – der Zinseszins braucht Zeit
  • Kosten vergleichen (TER, Depotgebühren)
  • Vor Rentenbeginn das Risiko schrittweise reduzieren
  • Notgroschen getrennt halten

Häufige Fragen

Wie hoch wird meine Rente?

Den Stand Ihrer Ansprüche zeigt die jährliche Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung. Sie ist eine Hochrechnung, keine Garantie.

Lohnt sich Riester noch?

Das hängt von Zulagen, Kinderzahl und Vertragskosten ab. Bestehende Verträge sollte man vor einer Kündigung genau prüfen.

Wie viel sollte ich monatlich sparen?

Das hängt von Ihrer Lücke und dem Zeithorizont ab. Mit dem Rechner oben sehen Sie, wie Rate, Laufzeit und Rendite zusammenwirken.

Ab wann sollte ich vorsorgen?

So früh wie möglich – aber auch ein späterer Start ist besser als keiner.

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Hinweis: Die Inhalte auf efinance.si dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Berechnungen sind beispielhaft und beruhen auf vereinfachten Annahmen. Frühere Renditen sind kein Indikator für künftige Ergebnisse; der Wert einer Anlage kann fallen. Steuerangaben ohne Gewähr – für Ihre persönliche Situation wenden Sie sich an einen Steuerberater.